Metallographie und Stahl

Metallographie und Stahl

Die Untersuchung von Stahl in der Metallographie

Die Analysen und qualitativen Bewertungen von Werkstoffen wie Stahl und Aluminium sind zentrale Aufgabenbereiche der Metallographie. Die weltweite Verarbeitung und Verwendung von Stahl in Industrie und Technik und der Einsatz von Stahl in hochsensiblen und sicherheitsrelevanten Bereichen machen die Aufklärung über die Eigenschaften des Werkstoffes zu einer zentralen Aufgabe. Die Metallographie widmet sich bei der Untersuchung von Stahl der Analyse der inneren Strukturen und der strukturellen Beschaffenheit des Werkstoffes. Sie ergänzt die technologische Werkstoffprüfung, die sich mit der  Untersuchung der physischen Eigenschaften wie Belastbarkeit, Härte etc. von Stahl auseinandersetzt. Für Betriebe und Unternehmen, die sich mit der Herstellung und Verarbeitung von Stahl beschäftigen, ist die Metallographie daher ein unerlässliches Analyseverfahren. In der stahlverarbeitenden Industrie beginnt die metallographische Untersuchung in der Regel bereits beim Ausgangsmaterial aus Stahl, der Bramme, und setzt sich über alle Produktionsstufen bis zum Endprodukt fort.

 

Stationen der Qualitätsprüfung von Stahl in der Metallographie

Unternehmen, die Stahl verarbeiten, sind auf die lückenlose Qualitätsprüfung des Produktionsprozesses durch die Metallographie angewiesen. Schäden und Fehler am Endprodukt aus Stahl sollen so gering wie möglich gehalten und nach Möglichkeit bereits im Vorfeld vermieden werden. Daher ist bereits das Ausgangsmaterial Stahl, das zur Weiterverarbeitung im Unternehmen ankommt, Gegenstand der Metallographie. Schon in diesem frühen Stadium der Analyse kann die Metallographie absichern, dass das Ausgangsmaterial die spezifische Qualität aufweist, die für den Produktionsprozess erforderlich ist. Im Verlauf des weiteren Produktionsprozesses wird die Metallographie immer wieder herangezogen, um die Qualität in den unterschiedlichen Produktionsstufen zu prüfen. Bereits kleine Abweichungen an den Produktionsanlagen können die Qualität des Stahls so beeinflussen, dass das Endprodukt nicht mehr verwertbar ist. Die Metallographie dient während des Herstellungsprozesses von Produkten aus Stahl dazu, auch materialinhärente Schäden, die nicht offen sichtbar sind, zu erkennen und die Fehlerquelle zu beseitigen. So wird gewährleistet, dass Qualitäts- und Produktionsfehler in jeder Stufe des Herstellungsprozesses erkannt und behoben werden können. Die abschließende Prüfung des Endproduktes aus Stahl ist ebenso Gegenstand der Metallographie wie das Feld der Schadensanalytik und die Untersuchung von Kundenreklamationen.